Bürgertreff: Neue Mitte für Kapellen?

Der Raum war gut gefüllt, die zukünftige Gestaltung der Schubertstraße in Kapellen stößt offensichtlich auf großes Interesse. Der CDU Ortsverband hatte zum Thema „Neue Mitte Kapellen“ in das Landgasthaus Hages eingeladen und stellte seine Ideen zur Gestaltung eines zentralen Platzes vor.

„Die Bürger beschweren sich zu Recht seit langem über den desolaten Zustand der Schubertstraße“ begrüßte die Vorsitzende Maria Becker die Anwesenden „und bei einer neuerlichen Ortsbegehung ist uns wieder einmal aufgefallen, dass der Platz in seiner jetzigen Form nicht genutzt wird“. Bereits in seiner Einladung zum Bürgertreff hatte der Ortsverband darauf verwiesen, dass nur selten Bürgerinnen und Bürger den Weg in die angelegte Grünanlage finden. Wenn doch, würde der Bereich um Hecken, Rasen und Bäume vielfach als Hundetoilette genutzt. Das wurde von den Anwesenden bestätigt. Es herrschte Einigkeit darüber, dass der Platz zwar grundsätzlich schön sei, aber nur wenig frequentiert würde. „Die Hecken stören den Blick“ meinte ein Teilnehmer. Das griff Ratsherr Ralf Cremers auf und stellte ein Konzept des CDU Ortverbandes vor, das eine einheitliche Ebene vorsieht „als Grundlage zur Diskussion“. Bürgerinnen und Bürger sollen in dem Prozess ihre Ideen einbringen können. Die Bewegungsflächen sollen bodengleich ausgebaut werden. Zwischen Parkfläche, Straße und Fußweg sollen keine hinderlichen Höhenunterschiede wie z.B. durch Bordsteine mehr bestehen. „Das ermöglicht auch älteren Anwohnern mit Rolllator ein besseres Vorwärtskommen“, denn zurzeit seien die Fußgängerwege oft zugeparkt und dadurch sehr zerstört. Die Hecken könnten zurückgebaut und die Rasenfläche reduziert werden. Im Bereich der alten Bäume sieht das Konzept allerdings große „grüne Linsen“ vor, „um die vorhandenen Baumwurzeln nicht zu schädigen.“ „Die schönen alten Bäume müssen unbedingt erhalten werden“ bestätigte Maria Becker. Ansonsten sollte der Platz einheitlich gepflastert werden, optisch allerdings markiert in Flächen für Fußgänger, Autofahrer und parkende Autos. Damit kann auch die Sicherheit für Schulkinder erhöht werden, denn viele Kinder queren auf dem Weg zur Grundschule die Talstraße und bewegen sich weiter auf der Schubertstraße in Richtung der Schulgebäude. Einige anwesende Eltern kritisierten die aktuell mangelnde Verkehrssicherheit des gesamten Bereiches. Gewünscht wurde die Gestaltung der gesamten Fläche als verkehrsberuhigte Zone, in der nur in Schrittgeschwindigkeit gefahren werden dürfe.

„Daraus könnten dann auch weitere Entwicklungen eines neuen Platzes entstehen“ meinte Ralf Cremers. Aus der Zuhörerschaft entstanden sofort die Ideen eines Cafés oder von Marktständen. Auch für die Durchführung von Veranstaltungen könne die Fläche genutzt werden. „Der Platz ist dann besser bespielbar“.

Der CDU Ortsverband machte deutlich, dass nicht in Kürze mit einer Umsetzung der Ideen zu rechnen ist. „Dafür ist Geld nötig, und das hat die Stadt Grevenbroich aktuell nicht zur Verfügung“, so Cremers. Allerdings ist es wichtig, ein Konzept für die Zukunft zu entwickeln. „Dann wissen wir, wo es hingehen soll und können das bei allen anstehenden Entscheidungen im Blick behalten“ meinte Maria Becker. Ziel ist es, einen Platz mit einer höheren Aufenthaltsqualität zu schaffen, in der Mitte von Kapellen. Dafür gab es aus der Versammlung eindeutige Zustimmung. Allerdings sollten auch die weiterführenden Anliegerstraßen der Schubertstraße nicht vergessen werden, so einige Anwohner: „Bei uns ist vor 27 Jahren in einer schnellen Aktion minderwertiger Straßenbelag aufgebracht worden, der bröckelt schon von Anfang an und führt inzwischen zu großen und gefährlichen Schlaglöchern“, meinte eine Teilnehmerin unter Beifall weiterer Anwohner.

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