Bürgertreff zur Ortsentwicklung Kapellen

Trotz eines sonnigen Abends waren viele Bürgerinnen und Bürger von Kapellen der Einladung des CDU Ortsverbandes Kapellen in das Landgasthaus Hages gefolgt. Dabei standen drei Themen zur Entwicklung des Ortes auf der Tagesordnung: der 3. Bauabschnitt des Neubaugebietes, einen zentralen Mittelpunkt im Ort und die Realisierung der L 361n.

So hörten fast 50 Besucherinnen und Besucher zu, als zunächst Fachbereichsleiterin Dorothea Rendel über die Verabschiedung des Regionalplanes und die nahezu erfolgte Fertigstellung der ersten beiden Bauabschnitte des Neubaugebietes berichtete. Unter der Moderation von Ratsherr Ralf Cremers konnten insbesondere zu den Planungen des 3. Abschnitts Fragen gestellt werden. Dabei wurde deutlich, dass eine Realisierung noch viele Jahre dauern wird, „es gibt noch keinen Ratsbeschluss“, so Dorothea Rendel. „Wenn der vorliegt, wird sich die CDU dafür einsetzen, dass es wie im bisherigen Gebiet viele Abstands- und Grünflächen gibt“, so Ralf Cremers, der auch Vorsitzender des Garten- und Landschaftsausschusses der Stadt ist. Auch die jungen Mitbürger wollte ein Besucher berücksichtigt wissen, dabei ging es ihm nicht nur um die Kita-, Schul- und OGS-Plätze, sondern auch um die Jugendlichen, für die wegen der natürlichen Altersentwicklung in den nächsten Jahren mehr getan werden müsse.

Zur Idee eines neuen Ortsmittelpunktes in Kapellen referierte der technische Beigeordnete Florian Herpel: „Der Platz wurde in seiner jetzigen Form Mitte der 90er Jahre realisiert, er wird aber nicht mehr so wie geplant angenommen“. Hierzu hatte die CDU vor über einem Jahr nach der Einbeziehung zahlreicher Bürger einen entsprechenden Antrag gestellt: Die Stadt möge prüfen, wie der Platz an der Schubertstraße langfristig umgestaltet werden kann. Er soll dann zu einer intensiveren Nutzung einladen und die Verkehrssicherheit erhöhen, auch unter Einbeziehung der vorbeiführenden Talstraße. Auch hier wurde klar, dass es keine kurzfristige Realisierung geben kann, die Stadt Grevenbroich hat das Geld nicht, „750 Tausend Euro wurden von uns grob ermittelt“, so Dezernent Herpel. Die Ideen wurden kontrovers diskutiert, aber letztendlich mehrheitlich positiv bewertet. Voraussetzung ist allerdings, dass sie im Zuge einer sowieso notwendigen Instandsetzung der Straße oder mit einer Bezuschussung durch Fördermittel finanziert werden kann, damit die Beiträge für die Anlieger gering bleiben.

Als drittes Thema des Abends berichtete Dezernent Herpel über die lange Geschichte der Umgehungsstraße für Kapellen und Wevelinghoven. Dabei machte er deutlich, dass die aktuelle Verkehrsbelastung für die Bürgerinnen und Bürger beider Orte unerträglich sei, auch wegen der LKWs, aber „ein LKW Fahrverbot funktioniert nicht“, denn „der Landesbetrieb Straßen erlaubt keine weitere Reglementierung im bestehenden Straßennetz“. „Alle Alternativen sind nicht geeignet“, machte Dezernent Herpel deutlich, „die Trassenführung der L 361n ist wie geplant alternativlos.“

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