L361n: Fauler Kompromiss nach der Kehrtwende des BM!

„Reine Symbolpolitik führt in die Sackgasse“, dies schrieb Klaus Krützen vor genau 408 Tagen als Bürgermeister zur Situation am Hambacher Forst. Zur Erinnerung: Nur 163 Tage vorher unterschrieb Bürgermeister Krützen die Resolution für den Bau der L361n. Mit voller Überzeugung!

In seinem Statement fällt ein weiterer kluger Satz: „… aber diejenigen Menschen, für die wir Politik machen, haben meines Erachtens ein Recht darauf, dass das, was gesagt wird, auch so umgesetzt wird…“.

Ein Bürgermeister mit klarer Kante, er hält sein Wort. Pustekuchen.

Auch wenn sich Rainer Thiel (SPD) und die SPD selbst 2018 noch sicher waren, dass 2019 die Bagger an der L361n anrollen werden, passiert nur 390 Tage nach seiner Aussage bzw. 305 Tage vor der Kommunalwahl 2020 genau das, was er selbst kritisierte: Westtangente anstatt Lückenschluss.

Ob nun aus wahltaktischer oder persönlicher Motivation, das weiß nur Krützen selbst. Fakt ist, dass es sich für viele befürwortenden Menschen im Ort wie ein Schlag ins Gesicht anfühlen musste. Wie schrieb Krützen selbst: „Wenn man sich auf die Aussagen von Politik verlässt, ist man verlassen“. Der Bürgermeister bestätigt seine eigenen Zeilen. Leider.

Die Korrektur zur Kehrtwende folgte nur 12 Tage nach der „Klaren Kante“ unseres Bürgermeisters. Zu Recht formierte sich Widerstand im Neubaugebiet an der geplanten Westtangente. Einmal in Wechsellaune, präsentierte Bürgermeister Krützen kurzerhand eine weitere Variante: Eine dritte Straße von Ost nach West, parallel zur A46 und „Auf den Hundert Morgen“.

Es folgen Erklärungsversuche in einer Bürgerversammlung, die ein Bürger in einem wunderbaren Satz zusammenfasste: „Ich habe Sorgen, dass jemand, der diese Versammlung geplant hat, auch unsere Straßen plant“. Viel zu kleiner Raum, veraltete Tontechnik und zeitliche Rechenfehler im alles entscheidenden Schaubild: Wann endlich fährt der Durchgangsverkehr um und nicht durch den Ort?

Beim „Krützen-Highway“ schlechtestenfalls 2042, korrigiert man den Rechenfehler, 2044. Auf ein paar Jahre mehr scheint es ihm nicht mehr anzukommen. Das passiert, wenn man einen lang geplanten Weg in nur 12 Tagen zweimal verändert und dabei den Überblick verliert. Das kann nicht funktionieren und ist in unseren Augen: Unglaubwürdig!

Wir als CDU halten am lang geplanten Lückenschluss fest, der bereits die Planungen der anstehenden Erft-Renaturierung berücksichtigt. Dieser hat laut Straßen NRW zeitlich auch deutlich die Nase vorn: Spatenstich 2024 bzw. bei weiterer Blockadepolitik leider doch „erst“ 2027.

Der Vorstand der CDU Kapellen erachtetet es als seriös, die Ergebnisse der beiden in Auftrag gegebenen Verkehrs- und Umweltgutachten abzuwarten. Denn erst wenn diese den Lückenschluss berechtigterweise ablehnen, werden wir uns mit einer Alternative beschäftigen.

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