Bürgertreff “Ist Kapellen seniorengerecht?”

Das fragte der CDU Ortsverband Kapellen im Rahmen eines Bürgertreffs vor zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörern im Gasthaus zur Post. Nachdem zuletzt bei den halbjährlich stattfindenden Kapellener Bürgerveranstaltungen unter anderem über die Themen Kindheit und Jugend diskutiert wurde, befasste sich der Bürgertreff nun mit der Lebenssituation der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger im Stadtteil.

Die Vorsitzende Maria Becker eröffnete die Veranstaltung mit dem Hinweis darauf, dass die Senioren eine sehr wichtige Gruppe in der Gesellschaft sei.

Für das Thema hatte sich der Ortsverband wieder kompetente Unterstützung geholt: Zunächst berichtete Thilo Spychalski von der St. Augustinus Seniorenhilfe über die im Bau befindliche Wohn- und Pflegeeinrichtung im Nachbarort Wevelinghoven. Er lud die Kapellener Bevölkerung nach Fertigstellung herzlich in das Wevelinghovener Haus ein, verbunden mit dem Hinweis, er wisse, dass es den Kapellenern manchmal schwer falle, nach Wevelinghoven zu kommen.

Danach informiert Pfarrer Thomas Winkler von der evangelischen Kirchengemeinde über das Projekt für Senioren neben der evangelischen Kindertageseinrichtung im Kapellener Neubaugebiet. Pfarrer Winkler: „Die Arbeiten beginnen in Kürze“. Kita und Wohnprojekt werden nebeneinander realisiert und sollen Verbindungen schaffen zwischen alt und jung.

Ein drittes Bauprojekt stellte Karl-Heinz Emrich von der gleichnamigen Wohnungsverwaltung aus Bergheim vor, die insgesamt über 2.400 vergleichbare Wohneinheiten betreibt. Das Unternehmen erstellt ein Gebäude für altersgerechtes Wohnen mit Wohnberechtigungsschein an der Bahnlinie in Kapellen. Auch hier ist der Bauantrag für das Gebäude mit 47 Einheiten eingereicht. Ein vergleichbares Objekt wurde im Neubaugebiet bereits realisiert und ist erfolgreich vermietet, denn, so Emrich: „Alte Menschen sind die besten Mieter“. Er nahm den Hinweis der CDU Ratsfrau Sabina Kram auf, in dem geplanten Objekt doch einen Raum für Treffen der Nachbarschaft zu schaffen und versprach eine Prüfung, ob der Bauantrag in dieser Richtung noch geändert werden kann. „Ich habe so etwas schon gemacht, wir nennen das Kulturraum“, so Emrich.

Aber nicht nur über die Wohnsituation der Senioren wurde geredet, sondern auch über die Freizeitgestaltung älterer Menschen im Ort: Dagmar Buschhausen schilderte das Angebot der katholischen Altentagesstätte: „Neue Besucher sind herzlich willkommen.“ Der scheidende Ratsherr Roland Homer lenkte den Blickwinkel in der Diskussion auf die sozialen und medizinischen Angebote vor Ort. Aber die zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer waren sich einig, es gibt bereits vieles, aber nicht alle wissen nicht davon. Die Kapellener CDU Ratskandidaten haben sich einige konkrete Wünsche notiert und wollen die Umsetzung angehen, z.B. was zusätzliche Bänke im Ortsbild und die Begehbarkeit der Bürgersteige für ältere Menschen betrifft. Aber nicht alles wird machbar sein, so wies der Kapellener Ratsherr Ralf Cremers mit Blick auf den Wunsch nach einer besseren abendlichen Nahverkehrsanbindung darauf hin, dass die Stadt keine finanziellen Mittel für zusätzliche Angebote beisteuern könne. “Wir können nichts versprechen, was wir nicht bezahlen können”, so Cremers.

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