Bürgertreff Kitas und Schule in Kapellen

Zunächst berichtete die Leiterin des Grevenbroicher Jugendamtes, Birgit Schikora über die Kitasituation im Planraum „Wevelinghoven, Kapellen, Langwaden“ und blickte in die Zukunft. Dabei wurde deutlich, dass sich die Platzsituation im Stadtteil erst nach dem Bau der neuen viergruppigen Tageseinrichtung in Trägerschaft der evangelischen Kirche entspannen wird. Dieses gilt insbesondere für Kinder unter drei Jahren, für die ab August 2013 ein Rechtsanspruch auf eine Tagesbetreuung besteht. Allerdings kann die Betreuung nicht immer in dem Kindergarten der Wahl und vor Ort angeboten werden, ggf. gibt es für Kinder unter drei Jahren auch nur freie Kapazitäten im Rahmen der Tagespflege. Dabei ist es sehr verständlich, dass Eltern ihre Kinder am liebsten im Quartier und mit den Kindern der Nachbarschaft versorgt wissen wollen. Das kann allerdings wegen der damit verbundenen Kosten und der langen Bauzeit für ein so hochkomplexes Bauwerk wie eine Tageseinrichtung für Kinder nicht in jedem Fall gelingen. Birgit Schikora ermutigte die Eltern, ihr Kind auch in anderen Stadtteilen, z.B. in der Nähe der Arbeitsstelle anzumelden. Außerdem können Eltern das Jugendamt ansprechen, das immer dann hilfreich bei der Suche zur Seite steht, wenn vor Ort kein Platz gefunden werden kann.

Im zweiten Teil des Bürgertreffs berichtete der Leiter des Schulamtes, Thomas Staff zunächst über die Situation an der Kapellener Grundschule. Seit Jahren bildet die Schule alljährlich drei Eingangsklassen. Die Schulleiterin, Dorothee Steup bestätigte, dass die vorhandenen Räumlichkeiten ausreichen, um einmalig eine vierte Eingangsklasse zu schaffen. In den weiteren Jahrgängen ist das dann nicht mehr möglich, ohne weitere Räume anbieten zu können. Ein Neubau kommt hierzu nicht in Frage, da bereits in wenigen Jahren die Schülerzahl wieder sinken wird. Entweder wird vor Ort ein Provisorium geschaffen, oder die Kinder werden in Hemmerden unterrichtet, wo bereits heute freie Schulplätze zur Verfügung stehen. Auch hier formulierten die Besucher des Bürgertreffs den Wunsch, dass ihre Kinder im Ortsteil eine Schule besuchen können. Ob das möglich sein wird, hängt von der exakten Kinderzahl in jedem Jahrgang ab, auf die dann entsprechend reagiert werden wird.

Auch im „Offenen Ganztag“ (Ogata) sind die baulichen Kapazitäten an der Kapellener Grundschule mit den zurzeit vorhandenen 100 Plätzen ausgeschöpft. In Hemmerden sind allerdings heute und voraussichtlich auch in Zukunft noch Plätze frei. Die CDU Vorsitzende Maria Becker führte durch die Veranstaltung und verabschiedete die Besucher mit dem Hinweis, dass die Wünsche der Eltern ernst genommen würden. Trotzdem können leider nicht in allen Fällen die Kita-, Schul-, und Ogataplätze direkt in Kapellen angeboten werden, da in einigen Jahren der Bedarf wieder sinken wird.

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