Wenig Probleme mit Kapellens Jugend

Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren der Einladung der CDU Kapellen unter der Überschrift “Was macht Kapellens Jugend?” gefolgt und diskutierten mit beim jüngsten CDU Bürgertreff.

Dabei wurden die im Ortsteil vorhandenen Angebote für Jugendliche vorgestellt. Zunächst berichteten Matthias Wüste von der KOT St. Clemens und Silke Lermann von der evangelischen Kirchengemeinde über die Arbeit der beiden Kinder- und Jugendzentren im Ort. Diese werden zwar von vielen Kindern besucht, nicht so sehr allerdings von Jugendlichen. Hier bieten aber die Vereine im Ort starke Alternativen: 50 Angebotsgruppen bietet allein der Turnverein TV Jahn, in fast allen sind auch Jugendliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Der SC Kapellen hat zurzeit 18 Jugendmannschaften und damit seine Kapazitätsgrenze erreicht. Fast 40 Kinder sind bei den Messdienern aktiv. Die Schützenjugend des Bürger-schützenvereins könnte allerdings nach Auskunft des Jugendwartes Hermann-Josef Dominick noch Nachwuchs gebrauchen.

So waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des CDU Bürgertreffs auch einig, dass in den Vereinen für Jugendliche viel angeboten wird. Hans-Peter Brings, der Geschäftsführer des SC Kapellen stellte dann auch fest: “Ich bin überzeugt davon, dass die gute Situation in Kapellen auch an der guten Vereinsarbeit im Ort liegt”.

Und das die Situation der Jugendlichen in Kapellen unproblematisch ist, hatte zuvor der stellvertretende Leiter des Jugendamtes Wolfgang Hufendiek in seinem Einführungsvortrag erklärt: “Aus jugendamtlicher Sicht gibt es im Stadtteil Kapellen keine Auffälligkeiten“, fasste er die vorliegenden Erkenntnisse des Jugendamtes zusammen. Diese Aussage bestätigte auch der Leiter der mobilen Jugendarbeit in Grevenbroich, Franco Clemens vom Verein Rheinflanke, der im Stadtgebiet die Streetworker stellt. Er sei in den letzten Wochen 14 Mal in Kapellen gewesen, ohne problematische Situationen vorzufinden. „Vielleicht lag es an der Kälte und es ändert sich, wenn es wärmer wird.” Dann stehe er zur Verfügung, und könne auf die Jugendlichen pädagogisch Einfluss nehmen. Wenn das nicht ausreicht, muss polizeilich vorgegangen werden. „Im Normalfall muss man aber auch keine Angst haben, die Jugendlichen einfach anzusprechen“, so der Leiter der Grevenbroicher Polizeiwache, Bernhard Wöltgen. Denn auch aus Sicht der Polizei, die neben dem Wachleiter durch den Bezirksbeamten Dieter Emde vertreten war, ist die Situation in Kapellen wenig problembehaftet. Es gebe drei bekannte Treffpunkte im Ort: Der Schulhof, die Bahnunterführung zum Neubaugebiet und der Parkplatz vor dem alten Rathaus. Es würden hin und wieder Vorfälle gemeldet, im Vergleich zu anderen Städten sind dies aber nur wenige und harmlose Fälle.

So nutzen die anwesenden Akteure in der Kapellener Jugendarbeit den CDU Bürgertreff auch, um ihre Angebote gegenseitig besser kennen zu lernen und entwickelten weitergehende Ideen. Winfried Janßen, sachkundiger Bürger für die CDU im Jugendhilfeausschuss regte an, dass sich die Akteure der Kapellener Jugendarbeit regelmäßig im Rahmen eines Arbeitskreises austauschen sollten. Bereichert wurde die angeregte Diskussion durch anwesende Jugendliche und durch den Vertreter des Grevenbroicher Jugendrates Philipp Bolz. Er konnte sich vorstellen, auch in Kapellen aktiv zu werden, vielleicht in Zusammenarbeit  mit einem Verein oder einem Jugendheim. Nach fast zwei Stunden unter der Leitung der Vorsitzenden des CDU Ortsverbandes Maria Becker schloss sie den Bürgertreff und wies darauf hin: “Die Jugendlichen sind besser als ihr Ruf, daher wollten wir uns auch mit diesem Thema befassen.”

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